Von Twerk bis Talk – Mittagessen mit Tom

Mittagessen mit dem Blogging Tom ist wie Balsam auf der Seele. Wir haben Ideen gewälzt, was man so Spannendes im Online-Leben machen kann. Und wieder endeten wir mit einer Grundsatzdebatte. Unser Thema heute: TikTok und die Influencer.

Wir schauten uns – zugegebenermassen mit der Milde des Alters – die Social-Media-Influencer an. Und da gerät das eigene Weltbild schon manchmal ins Wanken. Es ist beeindruckend, wie viel Müll-Content durch TikTok aus den Untiefen der Social Media an die Oberfläche gespült wird.

„Fünf Minuten TikTok sind so, als ob man sein Hirn in einen Mixer wirft“, sagt meine Partnerin Sarah so treffend.

„Ich will Influencer werden“

Der Wunsch, als Influencer sein Geld zu verdienen ist ein bisschen kindisch, aber gar nicht so dumm. Viele „Influencer“ verdienen sehr viel Geld. So viel Geld, wie manche mit einem Vollzeitjob in gut bezahlten Positionen verdienen. Nicht wenige dieser „Influencer“ produzieren aus Toms und meiner Sicht nur Schrott. Aber mit Hingabe; und mit Absicht. Und für ihre Zielgruppe. Warum sollten also nicht auch wir das können?

Und genau da liegt aus unserer Sicht der Hase im Pfeffer. Diese Leute machen es einfach. Sie schämen sich nicht. Sie wackeln albern mit dem Hintern, twerken also an den Stränden dieser Welt oder positionieren sich als Könige der guten Düfte. Wieder andere fressen Dreck vor der Kamera oder plappern als vermeintliche Könige oder Grossmuftis den Usern ein Klavier an die Backe. Sie alle machen Umsatz. Ob sie dafür Waren oder Bargeld bekommen, ist zweitrangig.

Der Unterschied

Tom und ich würden das nicht machen. Wobei Tom genau in diesem Fahrwasser war, als er damals die Cablecom für ihren „Kundenservice“ medienwirksam an den Pranger gestellt hat. Aber das waren andere Mittel, andere Ansätze und vor allem kein Dauerfeuer auf den Social Media Kanälen und Reels dieser Welt. Die Influencer von heute verdienen Respekt. Denn sie haben den Mut, sich auch zu blamieren. Und sie tun es knallhart, mit Hingabe. Und mit Hingabe zu ihren Themen. Sie leben sie. Und das ist grossartig.

So sind Tom und ich verblieben (na ja, Tom erfährt es jetzt aus diesem Text): Bis zum nächsten Treffen im April werden wir jeder ein Thema finden, das wir als Influencer bearbeiten können. Authentisch und mit Leidenschaft. Wohl wissend, dass es nicht jedem gefallen wird. Wir erklären, wie wir es machen würden, wenn wir es wollten. Und spätestens dann werden die Leute fluchen, wenn sie uns twerkend an der Copacabana sehen.

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