Stewardship – or how to leave a trace

Mein Ziel ist es, nach meinem Tod positive Spuren zu hinterlassen. Spuren, an die sich später meine Kinder und andere Menschen erinnern. Dazu benötige ich Orientierung.

Ich habe einen moralischen Kompass und definierte Ziele. Damit kann ich mich im Leben orientieren und auch bei Ausweichmanövern meinen Weg finden. Grob gesagt habe ich meinen Kompass nach christlichen Werten ausgerichtet, ohne einer Kirche anzugehören. Denn Nächstenliebe und auch Vergebung sind für mich universelle Werte. Ich versuche, meinen Mitmenschen offen zu begegnen und das Gute in ihnen zu sehen. Dazu gehört auch, ihnen immer wieder eine neue Chance zu geben. Denn es gehört zum Leben, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Mit dieser Einstellung bringe ich allen Menschen Respekt entgegen. Und das Beste: Es kostet mich nichts.

Nuancen

Meinen moralischen Kompass lebe ich privat wie beruflich, natürlich mit Nuancen und bestimmten Ausprägungen. Im Privatleben kann ich gut entscheiden, ob ich jemanden wiedersehen möchte oder nicht. Im beruflichen Umfeld ist das nicht so einfach, da muss ich zum Beispiel auf Konsens setzen. In dem Forbes-Artikel über Stewardship-Leader, also im Sinne von verantwortungsvollen und ethischen Führungskräften, werden vier Kernwerte genannt, die ich teile. 

Man versteht die Welt als vernetzt und will gemeinsam Ziele erreichen, man stellt langfristige Ziele über kurzfristige Erfolge, man zeigt Macherqualitäten und nimmt Rückschläge in Kauf. Werte, die ich teilen kann.

Lesetipp

Ich empfehle den Forbes-Artikel über Stewardship: „The Core Compass Of Real Leaders“ (forbes.com) und „The Core Compass Of Enduring Organizations“ (forbes.com). Darin werden die vier Kernwerte, neben den vielen persönlichen Werten, die eine Person zu einer Stewardship-Führungskraft machen, aufgezählt:

  • Interdependenz – Die Welt, die Menschen und die Wirtschaft sind miteinander verbunden. Wenn man sich die heutigen Wertschöpfungsketten ansieht, ist das nicht schwer zu erkennen. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass unsere Gesellschaft – von der einfachen Chatgruppe über Unternehmen bis hin zu Staaten – vom Miteinander und dem Engagement jedes Einzelnen in der Gemeinschaft lebt. Deshalb sollten alle an einem Strang ziehen, ein Ziel verfolgen und mehr das „Wir“ als das „Ich“ in den Vordergrund stellen. Das Ziel einer Win-Win-Situation erreichen wir nur, wenn wir miteinander reden, streiten und lernen. Für mich ist es wichtig, mit anderen zu «gewinnen» und nicht nur meinen Gewinn zu maximieren.
  • Langfristiges Denken – Langfristiges Denken ist strategisches Denken. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, kann ich meinen Weg konkret planen, die Mittel wählen und den Erfolg auch klar messen. Und dazu gehört manchmal auch, einen Schritt zur Seite zu gehen, die Perspektive zu wechseln und die Sache neu anzugehen. Ich bin davon überzeugt, dass taktisches Denken und Handeln allein nicht ausreichen. Manchmal muss der Weg steiniger sein, dafür ist das Ziel umso lohnender.
  • Ownership Mentality – Machen statt labern. Wenn etwas getan werden muss, dann tut man es und übernimmt Verantwortung. Ein einfaches Beispiel: In meiner Agenturzeit habe ich Schreibtische zusammengeschraubt und gleichzeitig CEOs in Krisen beraten. Heute schreibe ich Social Media Posts oder erstelle internationale Kommunikationskonzepte. All das mache ich mit Leidenschaft, weil es mich, meinen Arbeitgeber und vor allem das Team weiterbringt. 
  • Kreative Resilienz – Rückschläge hinnehmen und mit neuen, kreativen Ideen weitermachen. Manchmal ist guter Rat teuer und manchmal ist guter Rat billig. Aber die eigene Überzeugung ist da und sollte auf einem festen Fundament stehen. Aber: Ohne die eigene Perspektive zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, wird sich der Erfolg nicht einstellen. Denn die eigene Denkweise von gestern funktioniert vielleicht heute nicht mehr. Also: Ruhe bewahren, die Situation analysieren, lernen, anpassen und weitermachen.

Fazit: Good to read.

P.S.: Wer noch etwas mehr über das nachhaltig gelebte Führungskultur lesen möchte, der schaue sich das hier an: The Anthropy Charter.

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